Die Triggerpunkttherapie

Triggerpunkte sind die Folge von kleinen Verletzungen in der Muskulatur, wie sie zum Beispiel beim Muskelkater oder bei leichten Muskelzerrungen auftreten. In der Regel heilen diese Verletzungen wieder ab, denn die Muskulatur kann sich sehr gut erneuern. In gewissen Fällen aber, z.B. wenn bestimmte Muskelfasern immer wieder die gleichen Bewegungen ausführen müssen, entsteht eine Art - anhaltender lokaler Muskelkater - und die betroffenen Muskelfasern entzünden sich chronisch. Das gleiche kann auch nach einer brüsken Bewegung im Sport, im Alltag oder nach einer Verletzung geschehen. Es bildet sich eine so genannte „chronische Zerrung” die von alleine nicht mehr abheilen kann, weil sich ein Teufelskreis gebildet hat.
Weshalb sich in gewissen Fällen Verletzungen von Muskelfasern nicht von selber abheilen, sondern sich dieser Teufelskreis bildet, ist bis jetzt nicht restlos geklärt. Verantwortlich dafür können unterhaltene Faktoren wie z.B. Gelenkserkrankungen, Nerveneinklemmungen, Erkrankungen von inneren Organen aber auch seelische und soziale Probleme sein.
Es entsteht das so genannte „myofasziale Schmerzsyndrom”. Die Symptome sind Muskelschmerzen, Verkürzungen, Bewegungseinschränkungen und Kraftverlust. Das myofasziale Schmerzsyndrom kann sowohl junge Sportler wie auch ältere Menschen betreffen und es ist nach unserer Erfahrung die weitaus häufigste Ursache von chronischen und akuten Schmerzen am Bewegungsapparat.
Die manuelle Triggerpunkt - Therapie besteht aus vier verschiedenen Techniken. Wir nennen sie Technik I-IV. Dabei werden die Punkte mit starkem Druck behandelt und die Muskelfasern entlang ihres Faserverlaufes aufgedehnt. Daneben werden auch die Muskelhäute gedehnt und die Beweglichkeit einzelner Muskeln gegeneinander verbessert. Die Therapie ist schmerzhaft, obwohl der Schmerz als „wohlweh” empfunden wird. Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Patienten und dem Therapeuten ist die Vorraussetzung. Der Patient muss die Therapie mit einem einzigen Wort anhalten können. Schon nach wenigen Handgriffen kann der Patient bereits eine deutliche Erleichterung spüren.